Emden und Dörpen starten Hafendialog

Häfen an der Ems intensivieren Zusammenarbeit

Auf Initiative des CDU-Landtagsabgeordneten Hartmut Moorkamp wurde im Emsland der „Hafendialog Emden-Dörpen“ gestartet. Dazu haben sich Vertreter aus den beiden Häfen beim Güterverkehrszentrum (GVZ) in der Samtgemeinde Dörpen mit Politik und Verwaltung getroffen. Moorkamp, der auch hafenpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion in Niedersachen und stellvertretender Landrat des Landkreises Emsland ist, würdigte zu Beginn der Auftaktveranstaltung die seit mehr als 40 Jahren bestehende enge Zusammenarbeit entlang der Ems. „Emden und Dörpen sind durch das ostfriesisch-emsländische Wassertraßennetz gut miteinander verbunden. Mehr als 400 Binnenschiffe verkehren pro Jahr zwischen beiden Häfen. Daran wird deutlich, wie wichtig gut ausgebaute Wasserwege für die Wirtschaft sind“, so Moorkamp, dessen Landtagswahlkreis auch die Samtgemeinde Dörpen umfaßt. Dass das Binnenschiff ein umweltfreundlicher Verkehrsträger sei, werde daran deutlich, dass eine Binnenschiffsladung rund 60 LKWs ersetze. 

Dörpens Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken verdeutlichte, dass die 1967 gegründete Papierfabrik UPM Nordland Papier heute zu den größten Fein- und Spezialpapierherstellern in ganz Europa zähle. In Dörpen sei sie mit mehr als 1.000 Beschäftigten der größte Arbeitgeber. Pro Jahr produziere sie mehr als 800.000 Tonnen an Fein-, Büro- sowie Schreib- und Spezialpapieren. „Die Papierfabrik war einer der bedeutendsten Industrieansiedlungen im Emsland nach dem zweiten Weltkrieg“, so Wocken. Sie sie die Keimzelle der erfolgreichen Kooperation zwischen Emden und Dörpen. Er unterstütze die Planungen zum Ausbau der Zusammenarbeit beider Häfen ausdrücklich. Auch Martina Kruse, die Wirtschaftsförderin des Landkreises Emsland, appellierte an alle Beteiligten, den Hafendialog unbedingt fortzusetzen und zu intensivieren. 

Reinhard Hegewald als Vorstand der Emder Hafenförderungsgesellschaft e. V. (EHFG) erläutert der Beweggründe für den Hafendialog. Die beiden nur rund 70 Kilometer auseinanderliegenden Häfen hätten durch ihre enge Zusammenarbeit in den zurückliegenden vier Jahrzehnten ganz erheblich zur wirtschaftlichen Entwicklung entlang der Ems beitragen. Die Anker Schiffahrts-Gesellschaft mbH mit Sitz im Emder Außenhafen verschiffe vor allem Zellulose und die im Emder Binnenhafen ansässige Omya GmbH vorrangig Flüssigkreide mit Binnenschiffen nach Dörpen. Dort würden beide Grundstoffe in der Papierindustrie verarbeitet. Künftig solle das GVZ zusätzlich auch von der epas - Ems Ports-Agency & Stevedoring Beteiligungs GmbH & Co. KG mit Sitz in Emden angesteuert werden. Sie wolle Windkraftanlagen und Kabeltrommeln mit Binnenschiffen ins Emsland bringen, sie dort lagern und anschließend an ihre Aufstellungsorte in Deutschland und Europa weitertransportieren.

„Die Ems und der Küstenkanal sind für unser GVZ als dem größten Nutzer beider Wasserstraßen schon heute von hoher Bedeutung“, so Moorkamp. „Das wird sich durch die Planungen für weitere Güter aus dem Hafen Emden jetzt noch verstärken, was mich sehr freut. Und deshalb werden wir den gestarteten Dialog zwischen beiden Häfen intensivieren und ihn regelmäßig durchführen und zwar abwechselnd in Emden und Dörpen“.

Bildunterschrift: Vertreter aus den Häfen Emden und Dörpen riefen im GVZ den „Hafendialog Emden-Dörpen“ ins Leben. Rechts Dörpens Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken. Zweiter von rechts MdL Hartmut Moorkamp, sechster von rechts Reinhard Hegewald vom der EHFG

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