Austausch zur regionalen Landesentwicklung mit Ministerin Melanie Walter
Niederlangen. Wie Kommunen Fördermittel künftig schneller, einfacher und zielgerichteter einsetzen können, stand im Mittelpunkt einer Veranstaltung zur regionalen Landesentwicklung in Niederlangen. Auf Initiative des örtlichen CDU-Landtagsabgeordneten Hartmut Moorkamp war Melanie Walter, Niedersächsische Ministerin für Europa und regionale Landesentwicklung zu Gast. Unter dem Titel „Wir fördern unsere Heimat“ tauschten sich mehr als 30 Vertreterinnen und Vertreter aus Gemeinden, Samtgemeinden und politischen Gremien des nördlichen Emslandes über Chancen, Perspektiven und konkrete Fördermöglichkeiten aus – mit klarer Botschaft: Förderstrukturen müssen übersichtlicher, weniger bürokratisch und schneller werden.
Ministerin Walter und auch Nikolaus Janssen, Landesbeauftragter des Amtes für regionale Landesentwicklung (ArL), gaben einen Überblick über den aktuellen Stand der Förderlandschaft und zeigten zukünftige Wege der Unterstützung auf – verbunden mit konkreten Hinweisen und Anregungen für die kommunale Praxis. Ein zentrales Anliegen des Treffens war es, im vielfach beklagten „Förderdschungel“ für mehr Durchblick zu sorgen. Die große Zahl an Programmen, unterschiedliche Vorgaben sowie teils aufwändige Verfahren stellten Kommunen regelmäßig vor Herausforderungen. Aus Sicht der Teilnehmerinnen und Teilnehmer seien Förderprozesse zudem häufig zu bürokratisch und zu langsam. Der Tenor der Diskussion war eindeutig: Vereinfachung und Beschleunigung sind entscheidend, damit Projekte vor Ort schneller umgesetzt werden können.
Thematisiert wurden außerdem das LEADER-Programm sowie die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2027 und deren Auswirkungen auf den ländlichen Raum. Die LEADER-Regionalmanager Anke Trecksler und Ralph Deitermann brachten hierzu praktische Erfahrungen ein. Viele emsländische Kommunen haben in den vergangenen Jahren erheblich von LEADER-Förderungen profitiert. Entsprechend bestand Einigkeit darüber, dass auch künftig eine verlässliche und auskömmliche LEADER-Förderkulisse für den ländlichen Raum sichergestellt werden müsse.
Der Niederlangener Bürgermeister Hermann Albers stellte erfolgreiche Projekte der Gemeinde Niederlangen vor, darunter den Neubau und die Sanierung des Kindergartens, die Ausweisung und Umsetzung mehrerer Neubaugebiete sowie die Stärkung von Begegnungsstätten und Vereinsleben. Weitere Vorhaben – wie die Sanierung der ortseigenen Schule – befinden sich bereits in Planung.
MdL Hartmut Moorkamp betonte, dass die positive Entwicklung vieler emsländischer Gemeinden maßgeblich dem großen ehrenamtlichen Engagement vor Ort zu verdanken sei. Förderprogramme seien dabei ein unverzichtbarer Baustein. Diese Erfolge entstünden nur im Zusammenspiel von Engagement, finanziellen Mitteln sowie Unterstützung aus Politik und Verwaltung. Sein besonderer Dank galt dem Landkreis Emsland sowie dem ArL und den Dezernatsleitern Sylvia Backers, Dr. Holger Janßen, Uwe-Heinz Bendig sowie Dezernatsteilleiter Johannes Griesen für die gute Zusammenarbeit. „Lassen Sie uns dieses erfolgreiche Miteinander in jedem Fall beibehalten.“
Das Fazit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer fiel klar aus: eine sehr informative Veranstaltung mit konkreten Tipps und Ideen, die gerne wiederholt werden, darf.

Bildunterschrift (v. l. n. r.): Niederlangens Bürgermeister Hermann Albers, ArL-Landesbeauftragter Nikolaus Jansen, Ministerin Malenie Walter, Hartmut Moorkamp MdL, die ArL-Dezernatsleiter Dr. Holger Janßen, Uwe-Heinz Bendig und Sylvia Backers sowie Lathens Samtgemeindebürgermeister Helmut Wilkens (Foto: Gemeinde Niederlangen).



